Aikido

Die Bedeutung der Dan-Urkunde

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Dan bedeutet Stufe. Die Erlangung eines Dangrades ist für jeden Aikidoka ein bedeutender Schritt auf seinem "Weg zur Harmonisierung der geistigen Energie". Aus diesem Grunde sowie in Anerkennung der nachgewiesenen Leistungen wird jedem Mitglied der AUD nach bestandener Dan-Prüfung als Geschenk eine repräsentative Urkunde überreicht, die von den drei Prüfern unterschrieben ist.

Auf dieser Urkunde (siehe Bild) befindet sich rechts ein Portrait des Aikido-Begründers, O-Sensei Morihei Ueshiba, das in den 70er Jahren von Frantz Priking, 3. Dan Aikido, gezeichnet wurde. Frantz war ein bedeutender französischen Künstler und ein langjähriger Schüler von Meister André Nocquet, 8. Dan Aikido.

Links neben dem Portrait befindet sich in japanischer Schrift der vom Aikido-Begründer oft zitierte Wahlspruch "masakatsu - akatsu - katsu hayabi". Er bedeutet wörtlich: "Wahrer Sieg - Selbst-Sieg - Sieg schnell heute!" oder in der sinngemäßen Übersetzung: "Wahrer Sieg ist der Sieg über sich selbst - Siege noch heute!"

Im Buch von Meister André Nocquet "Der Weg des Aikido - Gegenwart und Botschaft von O Sensei Morihei Ueshiba" befindet sich diese Kalligraphie auf den Seiten 68 bis 73 und wird wie folgt frei interpretiert: "Wer Herr ist seiner selbst und sich selbst übersteigt, um eines gerechten Sieges willen, ist des Sieges gewiss."

Das erfolgreiche Bestehen einer Danprüfung ist ein persönlicher Sieg über die mit der oft langjährigen Vorbereitung immer verbundenen Schwierigkeiten und Selbstzweifel. Der Aikidoka ist dabei tatsächlich und im übertragenen Sinne oft gefallen und hat sich immer wieder erhoben. In der Prüfung hat er unter Belastung bewiesen, dass die Elemente und Prinzipien des Aikido angemessenen verinnerlicht wurden und sich sowohl in der Aikido-Technik als auch im persönlichen Verhalten manifestieren.

Neben dem technischen Fortschritt hat der Aikidoka in der Dan-Prüfung aber auch seine Lehrbefähigung nachgewiesen. Sie ist Grundlage für seinen künftigen Auftrag: Verbreitung der Lehre und Technik des Aikido. Folglich ist die Dan-Prüfung auch ein Gewinn für alle Schülerinnen und Schüler der Meisterin / des Meisters sowie für die Aikido-Union Deutschland e.V. und ihre Anschlussorganisationen.

Die Urkunde soll aber auch ausdrücken, dass die AUD und alle Mitglieder das von O Sensei Morihei Ueshiba geschaffene Aikido unverfälscht erhalten und verbreiten wollen. Durch die Annahme der Urkunde treten die neugraduierten Dane in die Reihe jener Menschen ein, denen dieser Auftrag eine zwar freiwillig übernommene aber ernsthafte Verpflichtung ist.


Für die Entwicklung der Kyu- und Dan-Urkunde dankt die AUD den Mitgliedern:
  • Rolf Brand, 8. Dan Aikido
  • Erhard Altenbrandt, 8. Dan Aikido
  • Gerhard Mai, 4. Dan Aikido
  • Markus Wiese, 3. Dan Aikido
  • Uwe Peter, 2. Dan Aikido

Die Bedeutung der Kyu-Urkunde

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In der Mitte dieser Urkunde ist das leicht veränderte Wappen der Familie Ueshiba zu erkennen. Es stellt die Schnittfläche eines Flaschenkürbisses dar. Dieses Wappen ist das von O Sensei Morihei Ueshiba am meisten benutzte und daher auch das bekannteste.

In der japanischen Geschichte haben die Gefolgsleute häufig das leicht veränderte Wappen ihres Herren übernommen, wenn sie von diesem durch die Übergabe eines Lehens oder auf andere Weise ausgezeichnet wurden.

Dadurch brachten sie die Verbundenheit zu ihrem Herrn oder Lehrer zum Ausdruck. Die leichte Abwandlung des Wappens war gleichzeitig ein Hinweis auf die neu erworbenen Eigenständigkeit.

Die Aikido-Union Deutschland e.V. möchte mit der Übernahme des geringfügig veränderten Familienwappens einerseits die enge Verbundenheit zum Aikido-Begründer, O Sensei Morihei Ueshiba, und andererseits ihre Stellung und Autorität als eigenständigem Aikido-Bundesverband ausdrücken. Teile des Wappens sind auch im Emblem der Aikido-Union Deutschland e.V. zu finden.

Aufsätze


Überschrift
Autor Grad
Zulassungsarbeit zur Prüfung auf den 5. Dan Aikido Dr. Stephan Gronostay 5. DAN
Die Historie der Aiki-no-Kata Rolf Brand 8. DAN
Grundlagen des Aikido Rolf Brand
8. DAN

Aikido

Aikido ist eine aus Japan stammende, friedvolle Budo-Disziplin. Grundlage sind effektive Verteidigungstechniken gegen unbewaffnete und bewaffnete Angreifer, die O' Sensei Morihei Ueshiba als Synthese traditioneller Kampfkünste im 20. Jahrhundert entwickelt hat.

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Gerhard Mai, 6. Dan Aikido

Vielseitige Bewegungsformen garantieren ein hervorragendes Organ- und Kreislauftraining. Geschmeidigkeit, besseres Körpergefühl und größeres Selbstvertrauen sind die Folge. Im Aikido findet der durch zunehmenden Leistungsdruck geplagte Mensch einen neuen Weg der Entspannung. Es gibt keine Wettkämpfe im Aikido. Damit entfällt die in vielen Lebensbereichen belastende Rivalität. Statt Konkurrenzkampf entsteht eine harmonische Übungsatmosphäre.

Die aggressive Kraft des Angreifers wird im Aikido mit Kreis- und Spiralbewegungen so aufgenommen und umgelenkt, dass sie für die Technik des Verteidigers nutzbar gemacht und verstärkt auf den Angreifer zurückgeführt werden kann.

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Gerhard Mai, 6. Dan Aikido

Im Aikido gelten die folgenden Prinzipien: „Weiche aus, wenn du gestoßen wirst, und trete ein, wenn du gezogen wirst." Durch die Weiterführung und die anschließende Ergänzung der Angriffsenergie verliert der Angreifer sein Gleichgewicht und kann seine körperlichen Kräfte nicht mehr gegen den Verteidiger einsetzen. Es folgt eine wirksame, aber immer verhältnismäßige Wurf- oder Hebeltechnik.

Aikido ist ein System der Selbstverteidigung mit besonderen geistigen Inhalten. Bei ausdauerndem Studium prägen sie eine positive innere Einstellung des Ausübenden und können auf alle Bereiche seines Lebens einwirken.

Aikido ist eine Selbstverteidigungskunst für jede Altersklasse. Wegen ihrer gewaltfreien Techniken eignet sie sich gleichermaßen für Männer wie für Frauen. Eine sportliche Vorbildung ist nicht erforderlich, aber Spaß an Bewegung.

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Bild 1: Andrea Schwab-Mai, 5. Dan Aikido, Bild 2: Harald Ketzer 2. Dan Aikido


Der Ausübende wird mit Aufwärmtraining und Grundformen auf die speziellen Aikido-Techniken vorbereitet. Parallel dazu wird die Aikido-Fallschule vermittelt, die Übende aller Altersgruppen in kurzer Zeit erlernen können und die zur Verbesserung der persönlichen Sicherheit beiträgt. Anfangs genügt lockere Trainingskleidung. Es wird barfuß auf elastischen Matten geübt, die den Körper beim Fallen schützen. Später ist ein weißer Übungsanzug nötig, zu dem für die Schüler gradbezogen ein farbiger Gürtel gehört. Schwarze Gürtel und Hosenröcke tragen die Meister.

Lehrbriefe


Überschrift
Autor Grad
Zulassungsarbeit zur Prüfung auf den 5. Dan Aikido Dr. Stephan Gronostay 5. DAN pdf

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